Yoga-Meditation: Yoga und Meditation sind zwei Seiten derselben Medaille. Beide Praktiken zielen auf die Pflege des Körpers und des Geistes ab. Da beide eng miteinander verbunden sind, ist es sinnvoll, Yoga und Meditation zu kombinieren. In diesem Artikel erklären wir dir, wie man dies macht.

Was bedeutet Yoga?

Die Wurzeln des Yogas reichen Tausende von Jahren zurück. In den letzten 150 Jahren wurde Yoga an die westliche Welt angepasst und erfreut sich seither wachsender Beliebtheit. „Yoga“ bedeutet wortwörtlich aus dem Sanskrit übersetzt so etwas wie „Verbindung“ oder „Vereinigung“. Du verbindest deinen Körper mit deinem Geist.

Obwohl Yoga viele Namen hat, ist das Grundprinzip immer dasselbe: Durch bestimmte Körperhaltungen, sogenannte Asanas, dehnst du deinen Körper und beruhigst deinen Geist. Auf diese Weise bereitest du ihn am besten auf das lange Sitzen während der Meditation vor.

Yoga oder Meditation: Welches ist besser?

Obwohl es einige Unterschiede zwischen Yoga und Meditation gibt, sind beide Praktiken unbestreitbar miteinander verbunden. Damit entfällt die Frage, welche der beiden Praktiken besser ist. Jede Praxis ist die beste auf ihrem jeweiligen Gebiet.

„Yoga ist wie Musik. Der Rhythmus des Körpers, die Melodie des Geistes und die Harmonie der Seele bilden die Symphonie des Lebens“.

BKS Iyengar

Während einer Meditation trainierst du die Fähigkeit, dich auf ein bestimmtes meditatives Objekt wie deinen Atem oder ein Mantra zu konzentrieren. Du lernst nicht, wie du deine Gedanken vollkommen anhältst, sondern wie du sie zum Objekt deiner Meditation zurück lenkst.

Ein Unterschied zwischen Yoga und Meditation ist der physische Aspekt. Beim Yoga bewegst du dich von einer Pose zur nächsten, während du bei der Meditation an einem Ort bleibst und dich nur auf deinen Geist konzentrierst. Das körperliche Element im Yoga hilft dir, um deine Schmerzen und Muskelverspannungen zu verbessern.

Hinweis

Am besten ist es, Yoga-Übungen zu praktizieren, um Körper und Geist auf die anschließende Meditation vorzubereiten.  Besonders geeignet sind dafür aktivierende und beruhigende Yoga-Posen wie die Kobra oder der Sonnengruß.

Wie meditierst du im Yoga?

Eine Yoga-Meditation hilft dir, dich voll und ganz auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren und den Geist von negativen Gedanken zu befreien.

Du kannst leicht im Yoga meditieren, indem du bei deiner nächsten Yoga-Sitzung die Augen schließt. Beginne einfach damit, dich mehr auf deinen Atem und deine Bewegungen zu konzentrieren. Achte darauf, dass deine Umgebung frei von Ablenkungen ist und führe deine abschweifenden Gedanken immer wieder zu deiner Atmung und Körperhaltung zurück.

Als Yoga-Anfänger kann es schwierig sein, dich gleichzeitig auf die Yoga-Übungen und die Meditation zu konzentrieren. Sogar Yogastunden können in diesem Fall eine zusätzliche Ablenkung darstellen. Wir raten dir: Nimm dir Zeit und setze dir kleine Ziele. Wenn du noch nicht in der Lage bist, Yoga mit Meditation zu kombinieren, perfektioniere einfach ein oder zwei Yoga-Posen. Es ist wichtig, dass du weitermachst und – wenn möglich – täglich übst.

Yoga-Meditation für Anfänger

Wie im letzten Abschnitt erwähnt, kann es für Anfänger eine Herausforderung sein, sich selbst während der Yoga-Meditation gehen zu lassen. Aus diesem Grund haben wir in diesem Abschnitt ein paar Tipps und Tricks zusammengestellt, die dir den Einstieg erleichtern.

  1. Sei im Augenblick: Während deiner Yoga-Meditation gibt es nur dich und das Hier und Jetzt. Vergangenheit und Zukunft spielen keine Rolle. Wenn du dich immer wieder dabei ertappst, wie du auf die Uhr schaust, lasse einen Timer laufen und lege alle Uhren außer Reichweite.
  2. Konzentriere dich nur auf ein Objekt: Auch wenn du anfangs das Gefühl hast, dass du dich auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren musst, solltest du versuchen, dich nur auf einen Gegenstand zu konzentrieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob du deine Gedanken auf deinen Atem, deine Empfindungen, ein Mantra oder eine Meditationskerze richtest.
  3. Hab keine Angst vor wandernden Gedanken: Viele Menschen glauben, dass Meditation es dir ermöglicht, deine Gedanken vollkommen anzuhalten. Das ist falsch. Du lernst erst mit der Zeit, wie du deine wandernden Gedanken erkennst und sie wieder auf das Objekt deiner Meditation lenkst.
  4. Erhöhe langsam deine Meditationszeit: Fang klein an und nimm dir nur ein paar Minuten Zeit, um mit deiner Yoga-Meditation anzufangen. Sobald du dich an die Praxis gewöhnt hast, erhöhe diese Zeit allmählich um einige Minuten.
  5. Lasse dich nicht stören: Wähle von Anfang an eine Tageszeit und einen Ort, an dem du für ein paar Minuten ungestört bist. Fernseher, Radio oder andere Ablenkungen sollten außer Sicht- und Hörweite sein.

Warum du morgens meditieren solltest

Dein Geist ist offen und ruhig – Welcher Zeitpunkt kann besser für eine entspannte Yoga-Meditation sein, als wenn alle anderen noch schlafen? Auch wenn es dir anfangs schwerfällt, früher aufzustehen als sonst, genießt du morgens schon bald das Gefühl absoluter Ruhe.

Mehr Gelassenheit für den Rest des Tages – In der indischen Heilkunst Ayurveda zeichnet sich die Zeit bis sechs Uhr morgens durch Leichtigkeit und einen offenen Geist aus. Es ist aus diesem Grund die beste Zeit, um deinen Geist durch Meditation anzusprechen und dich geistig auf die Herausforderungen des Tages vorzubereiten.

Warum du abends meditieren solltest

Du denkst jetzt vielleicht, dass das Thema der Meditation für dich mit deiner Morgenmeditation abgeschlossen ist, aber da liegst du falsch!

Obwohl dir die Yoga-Meditation am Morgen hilft, um den Stress des Alltags nicht zu sehr an dich heranzulassen, ist dein Geist am Ende des Tages immer noch damit beschäftigt, die Probleme des Tages zu verarbeiten. Eine Yoga-Meditation kann diesen Prozess beschleunigen und deinen Körper sowie deinen Geist nach einem anstrengenden Tag zur Ruhe bringen.

Wie wirkt Yoga-Meditation auf Körper und Seele?

Hier stellen wir dir einige Vorteile vor, die dir die Yoga-Meditation bietet. Vorausgesetzt natürlich, dass du sie über einen längeren Zeitraum regelmäßig praktizierst. Natürlich wirst du einige Vorteile früher spüren als andere. Allerdings solltest du bereits nach der ersten Sitzung deiner Yoga-Meditation eine angenehme Klarheit verspüren.

Mehr Energie

Körperliche Übungen wie Yoga stärken das Herz und regen die Durchblutung des Körpers an. Bewegung in Verbindung mit bewusster Atmung fördert die Durchblutung.

Dadurch gelangt unter anderem mehr Sauerstoff ins Gehirn. Deshalb fühlst du dich nach einer Yoga-Meditation frischer und wacher und erlebst langfristig dein Alltag mit mehr Energie.

Weniger Stress

Wenn Meditation und Yoga eines gemeinsam haben, dann ist es ihre Fähigkeit, dem Körper Stress wegzunehmen oder dem Stress zumindest entgegenzuwirken. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass beide Praktiken den für die Entspannung zuständigen Teil des Gehirns stimulieren. Dieser Teil, auch Parasympathikus genannt, hemmt die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol und hilft deinem Körper, sich zu regenerieren.

Vor allem die bewusste Atmung, die du während der Yoga-Meditation erlernst, wird dir helfen, dich in Stresssituationen mithilfe deiner Atmung zu entspannen.

Yoga-Meditation schützt deinen Körper vor Giftstoffen

Ob Schadstoffe in der Luft oder ungesundes Essen – viele von uns nehmen täglich eine große Menge an Gift in unseren Körper auf, was sich langfristig negativ auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit auswirkt.  Anfälligkeit für Infektionen, mehr Falten, Blähungen, Depression, Kopfschmerzen und Haarausfall sind nur einige der vielen negativen Auswirkungen, die Schadstoffen auf unseren Körper haben.

Wie gut, dass Yoga in Kombination mit Meditation eine entgiftende Wirkung hat. Einerseits atmest du beim Yoga Giftstoffe aus, andererseits verbesserst du durch verschiedene Yoga-Posen deine Verdauung und hilfst so deinem Körper, die unerwünschten Stoffe schneller auszuscheiden. Darüber hinaus aktivieren die Übungen deine Entgiftungsorgane (Niere und Leber), sodass diese besser mit Blut und Nährstoffen versorgt werden.

Auch deine Schilddrüse wird durch die Yoga-Übungen in ihrer Arbeit unterstützt. Die Hormondrüsen können besser arbeiten und dein Hormongleichgewicht bleibt konstant. Somit beugst du mit Yoga Fehlfunktionen der Schilddrüse wie übermäßigen Appetit, Nervosität und Schlaflosigkeit vor.

Yoga stärkt deine Muskeln

Auch wenn Yoga im Vergleich zu anderen Sportarten nicht so anstrengend erscheint, wirst du bald merken, dass du definitiv ins Schwitzen kommst. Selbst einfache Übungen wie der Sonnengruß in Kombination mit tiefer Atmung solltest du nicht unterschätzen.

Beim Yoga geht es darum, mit deinem eigenen Körpergewicht zu üben. Wenn du schon jemals versucht hast, deine Arme eine Minute lang in der Luft zu halten, weißt du, dass selbst das Gewicht deiner Arme mit der Zeit ziemlich schwer werden kann.

Während einer ausgiebigen Yoga-Sitzung aktivierst du fast alle deine Muskeln. Im Gegensatz dazu zielst du bei Sportarten wie Fußball oder Tennis oft nur auf bestimmte Körperteile ab. Außerdem ist Yoga gut für deine Wirbelsäule.

Yoga-Meditation hilft gegen Schmerzen

Langes Sitzen im Büro, eine unbequeme Matratze oder eine ungünstige Körperhaltung können zu Verspannungen und chronischen Schmerzen führen. Der Grund dafür ist eine einseitige Belastung unserer Faszien – die Membranen des Bindegewebes unseres Körpers, die unsere Organe, Muskeln, Knochen und unser Gehirn umschließen.

Das ist Grund genug, um deine Faszien gut zu pflegen. Während einer Yoga-Meditation dehnst du deinen gesamten Körper, bewegst deine Faszien und baust Muskeln auf, die deine Knochen vor Verletzungen schützen.

Indem du dich während des Yogas in alle möglichen Richtungen bewegst, dehnst du die Wirbelsäule und löst Verspannungen. Eine blockierte Wirbelsäule kann Schmerzen in alle Teile deines Körpers ausstrahlen. Deshalb ist es wichtig, dass du sie regelmäßig und bewusst bewegst!

Du tust deiner Psyche etwas Gutes

Während einer Yoga-Meditation denkst du ständig über deine Gefühle nach und lernst, dich über deine Empfindungen bewusst zu werden. Allerdings wertest du beim Yoga deinen Geisteszustand nicht und versuchst auch nicht, ihn zu ändern. Im Gegenteil, du lenkst deine Gedanken sanft in eine positivere Richtung, sodass du mit der Zeit eine optimistischere Sicht der Welt entwickelst.

Indem du deine Achtsamkeit schulst, achtest du mehr darauf, wie sich dein Körper in bestimmten Situationen anfühlt. Wie wirkt sich deine Ernährung auf deine Stimmung aus und was passiert, wenn du dich längere Zeit nicht bewegst? All diese Fragen und die daraus gezogenen Erkenntnissen helfen dir, gesündere Entscheidungen für dich und dein Leben zu treffen.

Mit der Zeit wirst du eine wohlwollende Einstellung über dich selbst entwickeln. Du lernst, dich nicht für deine Gedanken zu verurteilen, und mit der Zeit verstehst du, wie du wiederkehrende negative Gedanken ablenkst. Auf diese Weise entwickelst du eine gewisse Kontrolle über dein eigenes Wohlbefinden.

Fazit – Yoga-Meditation

Meditation und Yoga sind zwei verschiedene Praktiken, die sich gegenseitig verstärken. Dieses Zusammenspiel der Yoga-Meditation kannst du nutzen, um ein entspanntes, gesünderes Leben zu führen und dich auf Dauer fitter zu fühlen.

Dein Ziel ist es, dich durch Meditation im Alltag zu entspannen? Dann werfe einen Blick in unser kostenloses E-Book „Meditation für Entspannung“. Melde dich einfach für unseren Newsletter an und erhalte regelmäßige Updates zu Yoga, Meditation und anderen Themen.